Ausstattung
Räume
Türen zählen für die Schalter: Ab zwei Türen schaltet das Licht an zwei Stellen, im Flur ab drei Türen an drei. Der Abstand zum Verteiler ist der Weg, den die Leitung ungefähr nimmt. Unter „Anpassen“ änderst du jede Zahl.
Räume eintragen, Ausstattung wählen und sehen, wie viele Steckdosen, Lichtauslässe, Netzwerkdosen und Stromkreise du brauchst, mit Belegung des Verteilers und Einkaufsliste.
Türen zählen für die Schalter: Ab zwei Türen schaltet das Licht an zwei Stellen, im Flur ab drei Türen an drei. Der Abstand zum Verteiler ist der Weg, den die Leitung ungefähr nimmt. Unter „Anpassen“ änderst du jede Zahl.
Das hängt vom Raum und von deinen Ansprüchen ab. Der Rechner kennt drei Stufen: Basis für das Nötige, Standard wie heute in Neubauten üblich und Komfort für viele Geräte und mehr Licht. Je Raumart gibt es einen Grundbestand, große Räume bekommen mehr Steckdosen. Ein Wohnzimmer mit 24 m² kommt in der Stufe Standard auf 8 Steckdosen, zwei Lichtauslässe und zwei Netzwerkdosen.
Eine Doppelsteckdose zählt dabei als zwei Steckdosen. Der Rechner fasst sie paarweise zusammen und zählt daraus Dosen, Einsätze und Rahmen.
| Raum | Steckdosen | Große Räume | Licht | Netzwerk | TV |
|---|---|---|---|---|---|
| Wohnzimmer | 5 / 8 / 11 | +1 je 8 / 6 / 4 m² über 20 m² | 1 / 2 / 3 | 1 / 2 / 3 | 1 / 1 / 2 |
| Küche | 5 / 8 / 11 | +1 je 6 / 5 / 4 m² über 10 m² | 1 / 2 / 3 | 0 / 0 / 1 | 0 / 0 / 1 |
| Schlafzimmer | 4 / 6 / 8 | +1 je 8 / 6 / 5 m² über 16 m² | 1 / 1 / 2 | 0 / 1 / 1 | 0 / 1 / 1 |
| Kinderzimmer | 4 / 6 / 8 | +1 je 8 / 6 / 5 m² über 14 m² | 1 / 1 / 2 | 1 / 1 / 2 | 0 / 1 / 1 |
| Arbeitszimmer | 5 / 8 / 10 | +1 je 8 / 6 / 5 m² über 14 m² | 1 / 2 / 2 | 1 / 2 / 3 | 0 / 0 / 1 |
| Bad | 2 / 3 / 4 | +1 je 10 / 8 / 6 m² über 10 m² | 1 / 2 / 3 | 0 / 0 / 0 | 0 / 0 / 0 |
| WC | 0 / 1 / 1 | 1 / 1 / 2 | 0 / 0 / 0 | 0 / 0 / 0 | |
| Flur, Diele | 1 / 2 / 3 | +1 je 10 / 8 / 6 m² über 6 m² | 1 / 1 / 2 | 0 / 0 / 0 | 0 / 0 / 0 |
| Hauswirtschaftsraum | 3 / 4 / 6 | +1 je 10 / 8 / 6 m² über 8 m² | 1 / 1 / 2 | 0 / 0 / 0 | 0 / 0 / 0 |
| Keller | 2 / 3 / 4 | +1 je 15 / 10 / 8 m² über 15 m² | 1 / 1 / 2 | 0 / 0 / 0 | 0 / 0 / 0 |
| Garage | 1 / 2 / 3 | 1 / 2 / 2 | 0 / 0 / 0 | 0 / 0 / 0 |
Werte für Basis / Standard / Komfort. Die Küche bekommt dazu Herd und Geschirrspüler, ab Standard einen eigenen Backofen, in Komfort auch Mikrowelle oder Dampfgarer, jeweils mit eigenem Stromkreis. Im Hauswirtschaftsraum kommen Waschmaschine und ab Standard der Trockner dazu.
Die Stufen sind Regeln dieses Rechners. Die verbindliche Mindestausstattung für Wohnungen legt die DIN 18015-2 fest. Abgestufte Ausstattungswerte mit ein bis drei Sternen beschreibt die RAL-RG 678, herausgegeben von der HEA. Die Werte dort weichen im Einzelnen ab. Was gebaut wird, legst du mit deinem Elektriker fest.
Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad und Flur mit fünf Türen:
| Stufe | Steckdosen | Lichtauslässe | Stromkreise | NYM 3 × 1,5 |
|---|---|---|---|---|
| Basis | 21 | 6 | 10 | 252 m |
| Standard | 33 | 9 | 11 | 275 m |
| Komfort | 46 | 16 | 14 | 317 m |
Der Rechner teilt die Anlage nach einfachen Regeln auf: Steckdosen eines Raums bilden einen Stromkreis, ab 9 Steckdosen zwei, die Küche hat immer mindestens zwei. Das Licht eines Geschosses läuft über einen Stromkreis je 10 Auslässe. Herd, Backofen, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner bekommen je einen eigenen Stromkreis, der Herd mit 400 V und einem dreipoligen Leitungsschutzschalter.
Jeder Stromkreis bekommt einen Leitungsschutzschalter B16. Davor sitzen Fehlerstrom-Schutzschalter mit 30 mA. Der Rechner verteilt höchstens sechs Stromkreise auf einen und nimmt mindestens zwei, damit ein Fehler nicht die ganze Wohnung abschaltet.
Die Zeichnung zeigt eine mögliche Belegung des Verteilers: je Fehlerstrom-Schutzschalter eine Reihe zu 12 Teilungseinheiten (TE), der FI mit 4 TE, jeder Leitungsschutzschalter mit 1 TE, der dreipolige mit 3 TE. In der Beispielwohnung in der Stufe Standard sind das 21 TE in 2 Reihen. Hauptschalter, Überspannungsschutz und freie Plätze für später kommen dazu, deshalb wird der Verteiler größer.
Leitungen laufen unter Putz in festen Installationszonen nach DIN 18015-3: waagerecht etwa 15 bis 45 cm unter der Decke und über dem Boden, in der Küche auch zwischen 100 und 130 cm über dem Boden. Senkrecht laufen sie 10 bis 30 cm neben Türen, Fenstern und Ecken. Wer später bohrt, weiß so, wo keine Leitung liegt. Schalter sitzen meist 105 cm hoch neben der Tür auf der Seite des Türgriffs, Steckdosen 30 cm über dem Boden, über der Arbeitsplatte in der Küche gut 110 cm.
In Wänden aus Gipskarton kommen Hohlwanddosen statt Gerätedosen zum Einputzen. Der Rechner zählt sie so, wenn ein Raum Trockenbauwände hat. Im Projektplaner passiert das automatisch für jede neue Ständerwand.
Die Länge der Leitung schätzt der Rechner aus dem Weg vom Verteiler in den Raum, einem Gang um den Raum in der Installationszone und den Stichen zu den Dosen. Dazu kommen 15 % Reserve. Gekauft wird auf Ringen zu 50 und 100 m. Für die Datenleitung zählt je Netzwerkdose der Weg zum Verteiler plus 3 m.
Planen, Schlitze und Dosen vorbereiten und Leerrohre legen kannst du selbst. Die Anlage hinter dem Hausanschluss errichten, erweitern und ändern darf nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) aber nur ein Installateur, der im Verzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Er prüft und misst die Anlage vor der Inbetriebnahme und haftet dafür. Sprich ihn früh an, dann passt deine Vorbereitung zu seiner Planung.
Der Rechner zählt Steckdosen, Schalter und Material und schlägt Stromkreise vor. Er ersetzt keine Elektroplanung durch einen Fachbetrieb: Querschnitte bei langen Leitungen, Selektivität, Überspannungsschutz, Zählerschrank und Anmeldung beim Netzbetreiber gehören dazu. Leitungslängen sind Schätzungen ohne Grundriss. Im Projektplaner kommen Weg und Raumumfang aus dem Grundriss.
In einem Wohnzimmer bis 20 m² rechnet der Rechner in der Stufe Standard mit 8 Steckdosen, im Schlafzimmer mit 6, in der Küche mit 8 plus Anschlüsse für Herd, Backofen und Geschirrspüler. Eine Doppelsteckdose zählt als zwei.
Eine feste Zahl schreibt keine Norm vor, entscheidend ist die Last. Üblich sind 8 bis 10 Steckdosen an einem Stromkreis mit B16. Der Rechner rechnet mit höchstens 8.
Steckdosen meist 30 cm über dem fertigen Boden, Schalter 105 cm. Über Arbeitsflächen in der Küche gut 110 cm.
Arbeiten an der Anlage hinter dem Hausanschluss darf nach § 13 NAV nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Installateur ausführen. Vorbereiten kannst du vieles selbst, wenn er einverstanden ist.