Fläche
Maße in cmFliese
Bei 30 × 60 und längeren Formaten raten viele Hersteller vom Halbverband ab, weil sich die Fliesen leicht wölben. Der Drittelverband ist dann die sichere Wahl.
Fläche und Fliesenformat eintragen und sehen, wie die Fliesen liegen, wie viele du kaufen musst und wie viel Kleber und Fugenmörtel dazugehören.
Bei 30 × 60 und längeren Formaten raten viele Hersteller vom Halbverband ab, weil sich die Fliesen leicht wölben. Der Drittelverband ist dann die sichere Wahl.
Die übliche Rechnung ist Fläche mal Zuschlag: 4,5 m² Badboden plus 10 % ergibt knapp 5 m² Fliesen. Das stimmt ungefähr, verschweigt aber, wie viele Fliesen an den Rändern zerschnitten werden. Der Rechner legt deshalb jede Fliese einzeln aus, zählt ganze Fliesen und Zuschnitte und prüft, ob ein Reststück von der einen Wand an die gegenüberliegende passt.
Ein Beispiel: Ein Bad von 250 × 180 cm mit Fliesen 30 × 60 im Drittelverband und 3 mm Fuge braucht 30 Fliesenstücke, davon 12 ganze. 4 Zuschnitte lassen sich aus Resten schneiden, übrig bleiben 26 Fliesen. Mit 10 % Reserve sind das 29 Fliesen oder 4 Pakete zu 8 Stück. Ohne die Reste wieder zu verwenden, wären es 33 Fliesen.
Als Reserve für Bruch, Fehlschnitte und spätere Reparaturen sind 10 % üblich. Wie viel davon wirklich im Müll landet, hängt vom Raum ab: Große Formate in kleinen Räumen erzeugen viel Verschnitt, weil fast jede Fliese am Rand geschnitten wird. Diagonal verlegte Fliesen kosten 15 % und mehr. Leg ein oder zwei Fliesen extra beiseite, falls später einmal eine springt, denn dieselbe Charge gibt es nach ein paar Jahren oft nicht mehr.
Am Boden fängt man in der Mitte an, damit die Randstücke an gegenüberliegenden Wänden gleich breit werden. Ob eine Fliese oder eine Fuge in der Mitte liegt, entscheidet der Rechner danach, was die breiteren Randstücke ergibt. Die blauen Linien im Plan zeigen, wo die erste Fliese liegt. An der Wand beginnt man meist unten mit einer ganzen Reihe auf einer Latte, weil der Boden selten ganz eben ist. Schmale Streifen unter 5 cm zeigt der Rechner als Warnung an, sie brechen beim Schneiden leicht und fallen auf.
Welches Muster wie wirkt, erklärt der Ratgeber Verlegemuster. Für Laminat und Vinyl gibt es den Verlegeplan.
Der Kleberverbrauch hängt von der Zahnung der Kelle ab, und die richtet sich nach der Fliesengröße: Je größer die Fliese, desto mehr Kleber muss darunter. Die Werte sind Mittelwerte für Flexkleber, die genauen Angaben stehen auf dem Sack.
| Längste Fliesenkante | Zahnung | Kleber je m² |
|---|---|---|
| bis 10 cm | 4 mm | 1,5 kg |
| bis 20 cm | 6 mm | 2,2 kg |
| bis 40 cm | 8 mm | 2,8 kg |
| über 40 cm | 10 mm | 3,5 kg |
Fliesen ab 60 cm Kantenlänge werden im Buttering-Floating-Verfahren verlegt: Kleber auf den Untergrund und zusätzlich dünn auf die Rückseite der Fliese. Das kostet rund 1 kg je m² mehr, sorgt aber für ein Kleberbett ohne Hohlstellen. Im Außenbereich empfehlen Hersteller das Verfahren oft auch für kleinere Formate.
Fugenmörtel füllt die Fugen, also zählt ihr Volumen. Die Formel der Hersteller lautet:
A und B sind die Kanten der Fliese, C ist die Fliesenstärke und D die Fugenbreite, alles in Millimetern. 1,6 ist die Dichte des angemischten Fugenmörtels. Die Tabelle zeigt den Verbrauch für 9 mm starke Fliesen. Kleine Fliesen brauchen viel mehr Fugenmörtel, weil es auf derselben Fläche viel mehr Fugen gibt.
| Fliese | 2 mm Fuge | 3 mm Fuge | 5 mm Fuge |
|---|---|---|---|
| 20 × 20 cm | 0,29 | 0,43 | 0,72 |
| 30 × 30 cm | 0,19 | 0,29 | 0,48 |
| 30 × 60 cm | 0,14 | 0,22 | 0,36 |
| 60 × 60 cm | 0,10 | 0,14 | 0,24 |
| 60 × 120 cm | 0,07 | 0,11 | 0,18 |
Von Fliesen 30 × 60 cm gehen rechnerisch 5,6 Stück auf einen Quadratmeter, von 60 × 60 cm 2,8 Stück und von 30 × 30 cm 11,1 Stück. Dazu kommen Verschnitt und Reserve, deshalb rechnet man besser mit der ganzen Fläche und nicht pro Quadratmeter.
Für kleine Wandfliesen reichen rund 2 kg je Quadratmeter, für Bodenfliesen 30 × 60 rechnet man mit 3 bis 4,5 kg. Ein Sack mit 25 kg reicht damit für etwa 5 bis 12 m².
An der Wand sind 2 bis 3 mm üblich, am Boden 3 bis 5 mm. Rektifizierte Fliesen mit exakt geschliffenen Kanten erlauben schmalere Fugen, handgemachte oder unregelmäßige Fliesen brauchen breitere. Die Mindestfuge steht in der Verlegeanleitung des Herstellers.