Räume und vorhandene Heizkörper eintragen und sehen, welche Vorlauftemperatur jeder Raum braucht, ob es für eine Wärmepumpe reicht und welcher Heizkörper passen würde.
Haus
Den Wert je m² liefert der Heizlast-Rechner. Er gilt für 20 °C, für wärmere oder kühlere Räume rechnet der Rechner um.
Heizung
Räume und Heizkörper
Maße in mm
Plattenheizkörper: Typ, Bauhöhe und Baulänge stehen oft auf einem Aufkleber oben im Heizkörper. Für andere Heizkörper die Leistung aus dem Datenblatt eintragen. Räume mit viel Außenwand brauchen mehr als der Durchschnitt, dafür gibt es das Feld für die eigene Heizlast.
Heizkörperleistung berechnen und umrechnen
Die Leistung auf dem Typenschild oder im Katalog gilt für Normbedingungen: 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf, 20 °C im Raum. Läuft die Heizung kühler, gibt derselbe Heizkörper deutlich weniger Wärme ab. Entscheidend ist die mittlere Übertemperatur, also wie viel wärmer das Wasser im Heizkörper ist als die Raumluft.
Ein Plattenheizkörper Typ 22 mit 600 × 1000 mm leistet bei 75/65/20 °C rund 1.679 W. Bei 55/45/20 °C sind es nur noch 858 W, bei 45/35/20 °C 498 W. Der Exponent 1,3 gilt für Plattenheizkörper, bei Konvektoren ist er etwas höher.
Temperaturen
Faktor zur Normleistung
Typ 22, 600 × 1000
90/70/20 °C
1,26
2.112 W
75/65/20 °C
1,00
1.679 W
70/55/20 °C
0,80
1.347 W
60/50/20 °C
0,63
1.052 W
55/45/20 °C
0,51
858 W
50/40/20 °C
0,40
673 W
45/35/20 °C
0,30
498 W
40/32/20 °C
0,22
373 W
35/30/20 °C
0,16
273 W
Ältere Heizkörper sind oft für 90/70/20 °C angegeben. Diese Werte liegen rund ein Viertel über der heutigen Normleistung. Der Rechner rechnet das um, wenn du bei „Leistung bekannt“ die Bedingung auswählst.
Leistungstabelle für Plattenheizkörper
Typische Leistung je Meter Baulänge in Watt. Die Werte einzelner Hersteller weichen um einige Prozent ab, das Datenblatt deines Heizkörpers geht vor.
Bei 75/65/20 °C
Typ
300 mm
400 mm
500 mm
600 mm
900 mm
Typ 10
340
440
540
640
900
Typ 11
500
650
790
930
1.280
Typ 20
580
740
900
1.050
1.470
Typ 21
720
910
1.090
1.260
1.700
Typ 22
950
1.210
1.450
1.680
2.290
Typ 30
820
1.030
1.240
1.440
2.000
Typ 33
1.340
1.690
2.030
2.340
3.190
Bei 55/45/20 °C
Typ
300 mm
400 mm
500 mm
600 mm
900 mm
Typ 10
170
230
280
330
460
Typ 11
250
330
400
470
650
Typ 20
300
380
460
540
750
Typ 21
370
460
560
640
870
Typ 22
490
620
740
860
1.170
Typ 30
420
530
630
730
1.020
Typ 33
680
870
1.040
1.200
1.630
Welcher Heizkörper für welchen Raum?
Zuerst kommt der Bedarf des Raums: Fläche mal Heizlast je m². Ein Zimmer mit 20 m² in einem Haus mit 80 W je m² braucht 1.600 W. Soll die Heizung mit 55/45 °C laufen, reicht dafür ein Typ 22 mit 600 mm Höhe und 1.900 mm Länge. Bei 75/65 °C wäre er etwa halb so lang.
Bäder werden auf 24 °C ausgelegt, beheizte Flure auf 15 °C, alle anderen Wohnräume auf 20 °C, so steht es in der DIN EN 12831. Ein Bad mit 8 m² braucht deshalb bei 80 W je m² nicht 640 W, sondern 720 W. Räume mit zwei Außenwänden oder großen Fenstern liegen über dem Durchschnitt. Für sie trägst du die Heizlast am besten einzeln ein.
Heizkörper-Typen
Die erste Ziffer nennt die Zahl der Heizplatten, die zweite die Zahl der Konvektorbleche dahinter. Ein Typ 22 hat also zwei Platten und zwei Konvektoren, ein Typ 11 je eins. Mehr Platten und Bleche bedeuten mehr Leistung bei gleicher Größe, aber auch mehr Bautiefe: Typ 11 ist rund 6 cm tief, Typ 22 rund 10 cm, Typ 33 rund 16 cm.
Reichen meine Heizkörper für eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. Als Faustregel gilt: Bis 55 °C ist eine Wärmepumpe gut möglich, unter 45 °C arbeitet sie sehr effizient. Der Rechner prüft jeden Raum und zeigt, welche Vorlauftemperatur er am kältesten Tag braucht. Die höchste bestimmt die Heizung für das ganze Haus.
Meist sind es nur ein oder zwei Räume, die mehr brauchen. Tauscht man dort gezielt gegen größere Heizkörper, sinkt die nötige Vorlauftemperatur für alle. Einen einfachen Test gibt es auch ohne Rechnung: Im Winter die Vorlauftemperatur am Kessel schrittweise senken und beobachten, welcher Raum zuerst kühl bleibt.
Grenzen des Rechners
Die Leistungen je Meter sind typische Werte, die Heizlast je Raum eine Schätzung aus dem Durchschnitt des Hauses. Für die Auslegung neuer Heizkörper und den hydraulischen Abgleich berechnet ein Fachbetrieb die Heizlast raumweise nach DIN EN 12831.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Leistung meines Heizkörpers?
Aus Typ, Bauhöhe und Baulänge ergibt sich die Normleistung bei 75/65/20 °C. Für andere Temperaturen multiplizierst du sie mit dem Umrechnungsfaktor, bei 55/45/20 °C rund 0,51. Ein Typ 22 mit 600 × 1000 mm leistet so statt 1.679 W noch 858 W.
Wie viel Watt Heizkörper brauche ich pro m²?
So viel, wie der Raum an Heizlast hat: bei einem Neubau 40 bis 50 W je m², bei einem unsanierten Altbau 100 W und mehr. Maßgeblich ist die Leistung bei deinen Systemtemperaturen, nicht die Normleistung.
Welche Vorlauftemperatur braucht eine Wärmepumpe?
So niedrig wie möglich. Bis 55 °C sind Wärmepumpen gut einsetzbar, darunter wird es mit jedem Grad effizienter. Fußbodenheizungen kommen mit 30 bis 35 °C aus.