heimwerkerplan.de, zur Startseite
Rechnet im Browser · kostenlos · ohne Anmeldung
Projektplaner Materialliste

Ständerwand bauen

Eine Ständerwand aus Metallprofilen und Gipsplatten teilt einen Raum in einem Wochenende. Hier steht, wie sie aufgebaut ist, was du für eine Wand von 4,00 × 2,60 m mit Tür brauchst und in welcher Reihenfolge du baust. Das Material für deine eigene Wand rechnet der Trockenbau-Rechner, mit Plan für Ständer und Platten.

Aufbau einer Ständerwand

Oben und unten liegt je ein UW-Profil, mit Dichtungsband an Decke und Boden gedübelt. Darin stehen CW-Profile im Abstand von 62,5 cm, also genau eine halbe Plattenbreite. An Türen sitzen statt der CW-Profile die dickeren UA-Profile mit 2 mm Wandstärke, darüber ein Sturz aus UW. Zwischen die Profile kommt Mineralwolle, außen auf jede Seite eine Gipsplatte.

Schnitt durch eine Ständerwand von oben: CW-Profile 75 im Abstand von 62,5 cm, Mineralwolle dazwischen, je Seite eine Gipsplatte, zusammen 100 mm dick
Die Flansche der CW-Profile tragen die Platten, alle 62,5 cm steht ein Profil. Am Rand sitzt ein Profil mit Dichtungsband an der Wand.

Wie dick die Wand wird, hängt vom Profil und von der Zahl der Plattenlagen ab:

ProfilProfilbreiteWand einlagigWand zweilagigDämmung
CW 5050 mm75 mm100 mm40 mm
CW 7575 mm100 mm125 mm60 mm
CW 100100 mm125 mm150 mm80 mm

Mit Platten 12,5 mm auf beiden Seiten. Die Dämmstärke ist ein Richtwert für die Füllung zwischen den Profilen.

Material für 4,00 × 2,60 m mit Tür

Die Beispielwand ist 4,00 m lang und 2,60 m hoch, mit einer Tür von 88,5 × 201 cm. Sie hat CW 75, auf jeder Seite eine Lage Gipsplatten und Mineralwolle im Inneren. So rechnet es der Trockenbau-Rechner, die Platten verteilt er wie der Plattenzuschnitt auf ganze Platten:

MengeMaterialAusführung
6 StückGipskartonplatte GKB 12,5 mm1250 × 2600 mm (12 Zuschnitte, 17,24 m²)
7 StückCW-Profil 7575 × 50 mm, 2600 mm lang (16,72 m)
3 StückUW-Profil 7575 × 40 mm, 4000 mm lang (8,40 m)
2 StückUA-Profil 7575 × 40 × 2 mm, Türpfosten (5,18 m)
4 StückAnschlusswinkel für UA 75oben und unten je Pfosten
216 StückSchnellbauschraube3,5 × 25 mm
12 StückBlechschraube3,5 × 9,5 mm, für Pfosten und Sturz
1 SackFugenspachtel5 kg (4,3 kg)
14 mDichtungsband75 mm breit, unter allen Anschlussprofilen
18 StückNageldübel6 × 40 mm, Abstand höchstens 1 m
9 m²Mineralwolle60 mm, Trennwandplatte
Ansicht der Beispielwand 4,00 × 2,60 m mit Tür: Gipsplatten in Spalten, gestrichelte Ständer alle 62,5 cm, Türpfosten aus UA-Profil und Sturz
Die Längsstöße der Platten liegen immer auf einem Ständer. Neben der Tür stehen die steiferen UA-Profile, darüber kurze Ständer im selben Raster.

Mit zwei Lagen je Seite werden es 11 Gipsplatten und 294 Schrauben in zwei Längen. Die Wand ist dann stabiler und dämpft Schall besser.

Schritt für Schritt

  1. Anreißen. Die Lage der Wand auf dem Boden anzeichnen, mit dem Lot oder einem Linienlaser an die Decke übertragen. Die Tür gleich mit einzeichnen.
  2. UW-Profile setzen. Dichtungsband auf den Rücken kleben, Profile an Boden und Decke dübeln, höchstens 1 m Abstand zwischen den Dübeln. In der Türöffnung bleibt das untere Profil offen.
  3. Randprofile. An den beiden Wänden je ein CW-Profil mit Dichtungsband andübeln.
  4. Türpfosten. Zwei UA-Profile mit Anschlusswinkeln oben und unten befestigen, den Sturz aus einem UW-Profil mit umgebogenen Enden einsetzen.
  5. Ständer stellen. CW-Profile 1 cm kürzer als die Raumhöhe schneiden, im Abstand von 62,5 cm in die UW-Profile drehen, alle mit der offenen Seite in dieselbe Richtung.
  6. Erste Seite beplanken. Platten 1 cm kürzer als die Raumhöhe, Längsstöße immer auf einem Ständer, Schrauben alle 25 cm.
  7. Leitungen und Dosen. Leerrohre durch die Ständer ziehen, Löcher für Hohlwanddosen bohren. Angeschlossen wird später.
  8. Dämmen. Mineralwolle stramm zwischen die Ständer klemmen.
  9. Zweite Seite. Um einen Ständer versetzt beginnen, damit die Stöße beider Seiten nicht auf demselben Profil liegen.
  10. Spachteln. Fugen und Schraubenköpfe spachteln, Querstöße mit Fugendeckstreifen, trocknen lassen, schleifen.

Stöße versetzen

Ist die Wand höher als eine Platte, entstehen Querstöße. Sie liegen von Spalte zu Spalte mindestens 40 cm versetzt, sonst reißt die Wand dort gern. Der Trockenbau-Rechner beginnt deshalb jede zweite Spalte unten mit einer halben Platte. Die zweite Seite und eine zweite Lage beginnen um einen Ständerabstand versetzt.

Querstöße mit einer geschnittenen Kante bekommen einen Fugendeckstreifen. Die abgeflachten Längskanten der Platten werden nur gespachtelt.

Schrauben und Abstände

Wie dicht die Schrauben sitzen, regelt die DIN 18181. An der Wand gilt:

BeplankungSchraubenabstandSchraube
einlagig25 cm3,5 × 25 mm
zweilagig, erste Lage75 cm3,5 × 25 mm
zweilagig, zweite Lage25 cm3,5 × 35 mm

Die Schraube sitzt mindestens 10 mm vom Plattenrand entfernt und gut 1 mm unter der Oberfläche, ohne den Karton zu durchschlagen. Ein Schrauber mit Tiefenanschlag macht das von selbst richtig.

Tür in der Ständerwand

Für eine Tür reicht ein CW-Profil nicht, es verwindet sich beim Zuschlagen. Die UA-Profile sind mit 2 mm Blech deutlich steifer und laufen vom Boden bis zur Decke. Die Öffnung ist das Rohbaumaß der Zarge, für ein Türblatt von 86 cm Breite meist 88,5 × 201 cm. Über der Tür sitzen kurze CW-Profile im selben Raster wie die übrige Wand.

Häufige Fragen

Wie dick wird eine Ständerwand?

Profilbreite plus Platten: Mit CW 75 und einer Lage 12,5 mm je Seite sind es 100 mm, mit zwei Lagen 125 mm. Mit CW 50 wird die Wand 75 mm dick, mit CW 100 entsprechend 125 mm.

Wie viele Schrauben braucht man pro m² Gipskarton?

Bei einer Lage mit 25 cm Schraubenabstand rund 13 Stück je m² Plattenfläche. Für die Wand 4,00 × 2,60 m mit Tür sind es 216 Schrauben für beide Seiten.

CW 50 oder CW 75?

CW 50 reicht für niedrige Wände und schmale Nischen. Für Raumhöhen um 2,50 m und mehr ist CW 75 üblich, die Wand wird steifer und es passt dickere Dämmung hinein. Die zulässige Wandhöhe steht in den Unterlagen des Herstellers.

Darf ich eine Ständerwand selbst bauen?

Eine nichttragende Trennwand ja. Sie trägt nichts außer sich selbst. Wände mit Anforderungen an Brand- oder Schallschutz brauchen das geprüfte System eines Herstellers, Elektroleitungen darin schließt der Elektriker an.

← Zurück zur Übersicht