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Projektplaner Materialliste

Dachschräge verkleiden

Unter einer Dachschräge sitzen Dämmung, Dampfbremse und Gipsplatten dicht übereinander, und jede Schicht hat ihre Aufgabe. Hier steht der Aufbau von außen nach innen, das Material für eine Schräge von 5,20 × 2,12 m und die Arbeitsschritte. Für deine eigene Schräge rechnet der Trockenbau-Rechner Platten, Profile, Abhänger und Dämmung.

Aufbau von außen nach innen

Außen liegt die Dachdeckung mit Lattung und Unterspannbahn. Darunter tragen die Sparren das Dach, zwischen ihnen sitzt die Dämmung. Auf der Raumseite folgt die Dampfbremse, dann die Unterkonstruktion aus CD-Profilen und zuletzt die Gipsplatte.

Schichten einer gedämmten Dachschräge quer zu den Sparren: Dachdeckung, Unterspannbahn, Sparren mit Klemmfilz, Dampfbremse, Direktabhänger, CD-Profil, Gipsplatte
Die Dampfbremse liegt auf der warmen Seite der Dämmung, die Direktabhänger halten die Profile durch sie hindurch.
  1. Zwischensparrendämmung. Klemmfilz aus Mineralwolle in voller Sparrenhöhe, 1 bis 2 cm breiter geschnitten als der Abstand zwischen den Sparren.
  2. Dampfbremse. Eine Folie, die luftdicht an Wände, Giebel und Boden angeschlossen wird.
  3. Unterkonstruktion. CD-Profile 60/27 quer zu den Sparren alle 50 cm, gehalten von Direktabhängern an jedem Sparren. An den Giebelwänden liegt ein UD-Profil.
  4. Beplankung. Gipsplatten 12,5 mm quer zu den Profilen, Schrauben alle 17 cm wie an einer Decke.

Für die Dachfläche gilt beim Ausbau ein Höchstwert für den Wärmedurchgang, U = 0,24 W/(m²K). So steht es im Gebäudeenergiegesetz und ebenso im Gebäudemodernisierungsgesetz, das es 2026 ablöst. Wie dick die Dämmung dafür sein muss, hängt von Sparrenhöhe und Dämmstoff ab.

Material für eine Schräge von 5,20 × 2,12 m

Die Beispielschräge ist 5,20 m lang und von der Kniestockwand bis zur Decke 2,12 m tief. Das entspricht einer Dachneigung von 45 Grad zwischen 1 m und 2,50 m Raumhöhe. Die Sparren liegen 70 cm auseinander und sind 16 cm hoch. Das sind 11,02 m² Schräge mit 8 Sparren und 5 Reihen CD-Profil:

Ansicht der Dachschräge 5,20 × 2,12 m von innen mit 8 Sparren, 5 Reihen CD-Profil quer dazu und einem Direktabhänger an jedem Kreuzungspunkt
Die CD-Profile laufen quer zu den Sparren, die Platten quer zu den Profilen. An jedem Kreuzungspunkt sitzt ein Direktabhänger.
MengeMaterialAusführung
6 StückGipskartonplatte GKB 12,5 mm1250 × 2000 mm (10 Zuschnitte, 11,02 m²)
7 StückCD-Profil 60/274000 mm lang (25,90 m)
2 StückUD-Profil 28/273000 mm lang, an den Giebelwänden (4,24 m)
40 StückDirektabhängerfür CD 60/27, einer je Sparren und Profil
80 StückHolzschraube4,5 × 35 mm, zwei je Direktabhänger
5 StückLängsverbinderfür CD 60/27
204 StückSchnellbauschraube3,5 × 25 mm
1 SackFugenspachtel5 kg (3,3 kg)
6 mFugendeckstreifenfür Querstöße mit Schnittkante
12 m²Zwischensparrendämmung160 mm Klemmfilz
13 m²Dampfbremsemit 10 % für Überlappungen
6 mKlebeband für die Dampfbremsefür die Überlappungen
15 mAnschlusskleberfür die Ränder an Wand und Boden

Dampfbremse luftdicht verkleben

Die Dampfbremse ist nur so gut wie ihre Ränder. Überlappungen von 10 cm werden mit Klebeband verklebt, an Wänden und Giebeln mit Anschlusskleber. Jedes Loch für eine Schraube oder eine Leitung lässt feuchte Luft durch. Steckdosen und Leitungen in der Schräge brauchen deshalb luftdichte Dosen oder eine Installationsebene: eine zweite Lattung vor der Dampfbremse, in der die Leitungen laufen.

Schritt für Schritt

  1. Prüfen. Dach dicht, Sparren trocken, Unterspannbahn ohne Risse. Ein feuchtes Dach wird zuerst repariert.
  2. Dämmen. Klemmfilz zuschneiden und zwischen die Sparren klemmen, ohne Fugen und ohne Hohlräume.
  3. Direktabhänger setzen. Je Sparren und Profilreihe einen, mit zwei Holzschrauben. Die Laschen ragen durch die Dämmung.
  4. Dampfbremse anbringen. Über die Abhänger stechen, Bahnen überlappen lassen, alle Stöße und Ränder verkleben.
  5. Profile ausrichten. UD-Profile an den Giebeln, CD-Profile in die Abhänger, mit einer Richtlatte in eine Ebene bringen, Laschen umbiegen.
  6. Beplanken und spachteln. Platten quer zu den Profilen, Stirnstöße versetzt und auf einem Profil, danach spachteln.

Kniestock und Giebel

Die niedrige Wand unter der Schräge, der Kniestock, und die Giebelwände bekommen meist eine Vorsatzschale. Im Projektplaner wählst du dafür je Wand Vorsatzschale oder Ständerwand. Die Wand folgt dort dem Verlauf der Schräge, jeder Ständer ist nur so lang, wie die Wand an seiner Stelle hoch ist.

Häufige Fragen

Welche Platte für die Dachschräge?

Meist eine Gipskartonplatte GKB mit 12,5 mm, im Bad die imprägnierte GKBI. Feuerschutzplatten GKF braucht es dort, wo der Brandschutz sie verlangt, etwa bei Treppenräumen oder Abseiten mit Heizung.

In welchem Abstand kommen die Profile an die Schräge?

Die CD-Profile laufen quer zu den Sparren im Abstand von 50 cm. An jedem Sparren hält ein Direktabhänger das Profil. Die Platten liegen dann quer zu den Profilen.

Wie dick muss die Dämmung sein?

Zwischen den Sparren passt so viel, wie die Sparren hoch sind, meist 14 bis 20 cm. Reicht das für den geforderten U-Wert nicht, kommt eine zweite Dämmschicht unter die Sparren. Wie viel nötig ist, rechnet ein Energieberater für deinen Dachaufbau.

Braucht man eine Dampfbremse?

Bei einer Dämmung aus Mineralwolle zwischen den Sparren fast immer. Sie verhindert, dass warme feuchte Raumluft in die Dämmung zieht und dort an der kalten Seite Wasser bildet. Wichtig ist, dass sie lückenlos verklebt ist.

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