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Zaunpfosten einbetonieren

Ein Zaun steht nur so gerade wie seine Pfosten. Wer sie sauber einbetoniert, hat Jahrzehnte Ruhe. Hier steht, wie tief das Loch sein muss, wie viel Beton hineingehört und in welcher Reihenfolge man vorgeht.

Wie tief müssen Zaunpfosten ins Fundament?

Das Fundament sollte bis unter die Frostgrenze reichen, sonst hebt gefrierendes Wasser den Pfosten im Winter an. In den meisten Regionen Deutschlands sind das 80 cm. Für niedrige Zäune wie Doppelstabmatten bis 1,23 m reichen in festem Boden oft 60 cm. Der Pfosten selbst steckt 50 bis 60 cm im Beton, ein Stück Kies unter dem Pfostenende lässt Wasser ablaufen.

Hohe Sichtschutzzäune fangen viel Wind. Hier gehören die Fundamente breiter und tiefer, und die Pfosten sind oft im Achsmaß von 1,80 bis 1,90 m enger gesetzt.

Wie viel Beton pro Zaunpfosten?

Die Menge ist das Volumen des Lochs. Den Platz, den der Pfosten einnimmt, kann man vernachlässigen, er gleicht Verluste aus. Die Säcke gelten für Fertigbeton zu 40 kg mit 18 Litern Ergiebigkeit und 10 % Zuschlag.

ZaunLochBetonSäcke je Pfosten
Doppelstabmatten bis 1,23 m25 × 25 × 60 cm38 l3 Säcke
Doppelstabmatten und Maschendraht30 × 30 × 80 cm72 l5 Säcke
Rundes Loch mit ErdbohrerØ 30 × 80 cm57 l4 Säcke
Sichtschutz 1,80 m, Tore40 × 40 × 100 cm160 l10 Säcke

Für eine ganze Zaunlinie zählt der Zaunrechner die Pfosten und rechnet den Beton gleich mit. Andere Lochgrößen gehen im Betonrechner, dort mit der Form „rund“ und der Anzahl der Pfosten.

Schritt für Schritt

  1. Zaunlinie abstecken. Eine Schnur zwischen den Endpunkten spannen, straff und in der späteren Höhe der Zaunoberkante. Die Pfostenpositionen mit dem Achsmaß abmessen und markieren.
  2. Löcher graben. Mit Spaten oder Erdbohrer auf die volle Tiefe. Unten 5 bis 10 cm Kies einfüllen und verdichten.
  3. Endpfosten zuerst setzen. Die Pfosten an den Enden und Ecken einsetzen, mit der Wasserwaage in beide Richtungen lotrecht ausrichten und mit Latten abstützen.
  4. Beton einfüllen. Erdfeuchten Beton lagenweise einfüllen und mit einer Latte verdichten. Oben leicht vom Pfosten weg abschrägen, damit Regenwasser abläuft.
  5. Zwischenpfosten an der Schnur. Eine zweite Schnur zwischen den gesetzten Endpfosten spannen und die übrigen Pfosten daran ausrichten. Bei Doppelstabmatten hilft es, eine Matte als Abstandslehre einzuhängen.
  6. Aushärten lassen. Nach einem Tag steht der Pfosten, belastbar ist er nach etwa drei Tagen. Zaunfelder und Tore erst danach einhängen.

Holzpfosten: besser nicht direkt in Beton

Holz, das direkt im Beton steckt, fault am Übergang, weil sich dort Wasser sammelt. Holzpfosten setzt man deshalb auf einen H-Anker oder Pfostenträger, der einbetoniert wird. Das Holz hat dann ein paar Zentimeter Luft zum Boden und bleibt trocken. Metallpfosten dürfen direkt in den Beton.

Häufige Fragen

Wie lange muss Beton für Zaunpfosten trocknen?

Nach 24 Stunden kann man die Stützen entfernen, nach etwa drei Tagen Zaunfelder montieren. Die volle Festigkeit erreicht Beton nach 28 Tagen, das spielt für einen Gartenzaun aber keine Rolle.

Schnellbeton oder normaler Beton?

Schnellbeton für Pfosten bindet in 15 bis 30 Minuten ab, der Pfosten steht dann ohne Stütze. Das spart Zeit bei wenigen Pfosten, ist aber teurer. Für eine lange Zaunlinie ist normaler Fertigbeton günstiger.

Kann ich Zaunpfosten ohne Beton setzen?

Ja, mit Einschlaghülsen oder Schraubfundamenten. Sie tragen leichte Zäune in festem Boden gut, für hohen Sichtschutz sind sie meist zu schwach.

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